In Fukuoka suchen wir vergeblich nach direkter Nachbarschaft. Unser Mega-Hotel ist eingekreist von Konsulaten, Büros, Einkaufszentren und einem Baseballstadion. Auf der Nordseite schliesst einer der zahlreichen Stadtstrände an, für die sich im Frühling noch niemand interessiert …
Die Stadt hat die Größe von München, fühlt sich aber kleiner an. Das Angebot an Attraktionen ist übersichtlich, die Wege kurz, das Leben jung und bunt aber nicht sehr maritim. Eín aussergewöhnliches Gebäude ist das Acros-Building. Vom Boden bis zum Dach reichen die bepflanzten Etagen. Eine Treppe, die frei zugänglich ist, führt bis zu einer Terrasse mit Blick auf die Stadt, die derzeit viele weisses Kleidchen trägt ...
Trotz der Kälte sind die Kirschblütenparties in vollem Gange, bei Tag und bei Nacht. An den Eingängen der großen Parks kann man sich mit Futter eindecken. Alkohol fliesst reichlich und der gemeinhin schüchterne Japaner blüht frühlingshaft auf wie der Baum, sackt dann aber auch ganz gerne schnell wieder herbstlich zusammen ...
Genau wegen der Einfachheit der traditionellen japanischen Häuser wird der Blick auf Einzelheiten intensiver. Mir wird es immer ganz feierlich zumute bei einem solchen Besuch …
Nein, wir bestellen keinen Quatsch mit Sosse, wir probieren die typische Suppe aus Schweinegeschwürpselbrühe "Hakata-Ramen" mit leckeren Zutaten.
