Nagasaki

N a g a s a k i ! Klar, der wichtigste Ort in dieser Stadt ist das "Atomic Bomb Museum". Ein Besuch ruft in Erinnerung, was uns vielleicht nicht so deutlich ins Bewusstsein gerückt wurde bisher: die Bomben von Hiroshima und Nagasaki waren ursprünglich für Deutschland bestimmt! Wir hatten das "Glück", dass Nazi-Deutschland kapitulierte bevor die Bomben an den Deutschen ausprobiert werden konnten. Heute ist es schwer nachvollziehbar, wie man ein so dickes Ding noch nach Ende des "großen" Krieges zünden konnte. Zudem kann man nicht wirklich verstehen, warum die USA noch eine zweite verheerende Bombe, 3 Tage nach Hiroshima, zum Einsatz brachten. Armes Nagasaki!
Neben der ergreifenden Ausstellung besuchen wir die Memorial Hall, die in fast unheimliche Stille gesetzt ist (letztes Bild). Die Glassäulen weisen auf den lokalen Zündpunkt der Bombe, das hohe Regal im Hintergrund beherbergt die Namen der Opfer.

Nagasaki ist eine Stadt, die sich modern und offen gibt, was in der superb gestalteten Hafengegend (mit Parks, hochästhetischen Gebäuden und neu angelegten Wasserwegen) besonders zur Geltung kommt. Nach unserer Ankunft haben wir uns bei Sonnenschein einfach mal ne Stunde ans Pier gesetzt und die Gegend auf uns wirken lassen. Ein leichter Tag für uns.

In der Edozeit (17. bis 19. Jahrh.), in der sich Japan mal kurzfristig über 250 Jahre von der restlichen Welt isolierte, waren es die Holländer und Chinesen, denen man einzig hier Handels- und Transportunternehmungen gestattete. Das kommt noch heute zum Ausdruck, z.B. in Architektur und Warenwelt.
In der Altstadt trinken wir Kaffee in einer kleinen örtlichen Rösterei. Wir werden freundlich behandelt und gleich herumgeführt im ganzen Unternehmen, die "Barista-Bewegung" ist schliesslich auch in Japan angekommen. Der Kaffe wird, wie fast alles in Japan, mit größter Sorgfalt zubereitet. Sieht auch gut aus, kann aber noch etwas geübt werden, was den Geschmack anbelangt.