Bevor es anfängt zu b r e n n e n möchte ich euch meine Freunde Jens und Pen vorstellen. Marcus Martinez wird noch zur Thailandgruppe dazu stossen, zu ihm später mehr.
Hot, hot, in jeder Hinsicht hot, diese Stadt und ihre Genüsse. Schluss mit den grünen Sentimentalitäten der Vergangenheit, jetzt kommt spicey B a n g k o k. Eine junge Stadt, ein Kaufparadies, eine fromme Stadt - kein Widerspruch hier. Alles ist in Bewegung, da bekommt man anfangs schön Respekt und verzieht sich am besten aufs Hoteldach um erst mal einen Überblick zu bekommen …
Bangkok ist eine 13-Millionenstadt die sich schwer mit westlichen Maßstäben messen lässt. Ich kann nur sagen, es ist die Wuseligste, die ich bisher kennengelernt habe. Abseits von den großen Geschäfts- und Durchgangsstrassen bietet jeder etwas an, verkauft etwas, sei es aus dem eigenen Wohnzimmer heraus. Ohne nicht mindestens ein Portrait des Königs (Pen sagt "mein König") an der Wand, geht zuhause nix. In Bangkok ist "billig" übrigens keinesfalls gleich "schrottig"…
Die Strasse ist das Wohnzimmer hier, bisweilen sogar das Restaurant. Sterneküche auf der Gasse, das gibt es nur hier. Zubereitet von ganz normalen Leuten, die es anscheinend im Blut haben. Das größte Wunder sind für mich die mobilen Strassenrestaurants, die immer erst am Abend entstehen und nachts wieder komplett abgebaut werden. Im Folgenden unser absolutes Lieblingsrestaurant an der Rachathewi-Haltestelle. Bei Tag nichts zu sehen davon, normaler Betrieb vor der Bank, abends dann die Verwandlung …
Eine Bootsfahrt, die ist lustig, eine Bootsfahrt die macht Spass. Vor allem mit diesen aussergewöhnlichen Speedbooten im öffentlichen Verkehrsverbund. Der muffelnde Kanal kann die Freude nicht trüben…
Wir fahren durch bis zur Endhaltestelle, die zu einer buddhistischen Tempelanlage führt. Den Jungs aus der Tempelschule scheint es nicht an guter Ernährung zu fehlen. Man kann eine Art Gebetsparcour abschreiten, jede Station ein kleines Ereignis. Bei den heiligen Kühen sehe ich das schönste und das hässlichste Exemplar der Gattung auf einem Fleck nebeneinander verweilen. Kühe stehen für "Glück", das einem bei Gebet und Spende zukünftig widerfahren kann. Auf dem Leiterwagen werden die Gaben für die Toten gesammelt, auch im Jenseits soll es ihnen an nichts mangeln. Für einen weiteren kleinen Obolus erhält man von einem Mönch den Segen. Pen lacht mich ein wenig aus weil ich dachte, die kleinen Welse komme in die Suppe. Dabei kann man spenden und ihnen damit die Freiheit im Fluß erkaufen.
Zurück in der Stadt besuchen wir den "Lumphini" Park, die einzige Grünfläche neben dem Nationalstation weit und breit. Wir finden dort nicht die von Jens geliebten angeblich 2 Meter langen Warane als Besonderheit vor, sondern ein Open Air Bodybuilding-Spot für Jedermann…
Im CBD hat ein Fußgänger nichts auf der Strasse zu suchen. Die überlässt man besser den Mopeds und den Autos. Der Flaneur verzieht sich schnell nach oben, wo das bisschen science fiction-mäßige Skytrainsystem einen bequem zum nächsten Shoppingevent, bzw. - gut gekühlt - wieder nach Hause bringt ...
Gallery Talk (siehe und klicke das Häuschen)
Im CBD haben wir das neue Shoppingcenter "Siam" bewundert. Mann o Mann, Shopdesign ist gleich absolute Weltklasse. Neben coolen Geschäften und Cafés, toppen freie Sonderausstellungen und witzige Spiel-Exponate zum Thema Mode und Design (z.B. die Sprechblasen für Snapshots) das Kauferlebnis.
Wer shoppt in dieser Stadt, der betet auch. Mitten unter den schillernden Centern ist immer noch ein Platz für einen Schrein. Ihr seht den Erawan Schrein, bekannt und beliebt wegen der hübsch anzusehenden Tänzerinnen.
Murals gibt es natürlich auch in Bangkok. Schönere habe ich nirgends gesehen.
