Greenpeace wurde 1971 von kanadischen und amerikanischen Pazifisten und Atomkraftgegnern gegründet. Als Initialevent gilt ein Benefizkonzert in Vancouver (unter Mitwirkung von Joni Mitchell und James Tailor), das Geld für ein Schiff einbrachte, welches später an der Küste von Alaska einen US-amerikanischen Atomtest stören sollte. Die Aktion trug den Namen „Greenpeace“. Wer hätte es gewußt? Ein Herzchen von mir dafür!
Im City-Hafen von Wellington liegt in dieser Woche die Rainbow Warrior III vor Anker. Das ist kein Problem, denn die Politik hält traditionell einen naturschutzorientierten Kurs. Neuseeland präsentiert sich seinen Besuchern mit dem Prädikat „100% nuklearfreie Zone“. Und im wichtigsten Museum des Landes, dem Nationalmuseum, wird mit emotionalem Nachdruck auf die schlimmen Folgen von Atomwaffenversuchen im Pazifik hingewiesen, wie auch auf die Tragödie um die Versenkung der ersten Rainbow Warrior, durch den französischen Geheimdienst 1985.
Man konnte am Montag die RW III besichtigen und wurde von der Besatzung herumgeführt. Den Reden nach sind die Krieger von heute immer noch die gleichen Idealisten wie damals. Das ist schön zu hören.
Das Gesamtbild ist bunt und funktional zugleich. Das Schiff ist ein Nachhaltigkeits-High-Tech-Motorsegler für 23 Millionen Euro (mit Crowdfounding finanziert). 32 Besatzungsmitglieder finden einen Schlafplatz in Doppelkabinen mit Bad. Draußen auf Deck steht ein Hubschrauberlandeplatz zur Verfügung.
Ein Blick auf die „stoßsicheren“ Beiboote und in die Waffenkammer. Das Schiffsmaskottchen - der Delfin - stammt noch vom Vorgängermodell.
Ein guter Platz zum Leben: High-Tech, Low-Emission, immer eine gute Aussicht und 3 mal heisser Kaffee am Tag. Da lässt es sich für eine Weile aushalten.
