Es geht mir gut. Danke Euch der Nachfrage. Hexenschuss, Kakerlakenalarm, Stechmückenterror und natürlich ein bisschen German Angst vor Diebstahl und Raub. Das sind so meine aktuellen Alltagsprobleme. Die gibt es bei Euch genauso, die gibt es immer und überall.
Mein Dasein dagegen fühlt sich ganz schön exklusiv an, und das genieße ich tatsächlich. Keiner ruft an, keiner nörgelt, keiner will was. Keine Existenzängstler, keine Druckmacher, keine Rechthaber weit und breit. Ich kann mich doch fühlen wie der Jever-Mann! Nur das ich am Montag nicht zur Arbeit muss...haha!
Ich mache was ich will, lass mich auch mal treiben, nehme mir viel Zeit für die Dinge, das tut gut.
Aber natürlich ist er noch da, der „bisherige“ Peter ... der Nette, der Beleidigte, der Schläfrige, der Impulsive, der Sorgende, der Unkonzentrierte, der zutiefst Oberflächliche, der mit Leidenschaft für das Schöne und Gute zur Tat schreitet.
Der sucht und schaut und schwitzt und raucht. Der Ziele beharrlich verfolgt, Verantwortung übernimmt und sich nicht beirren lässt. Der Alleinstehende ... der Deprimierte, der Berauschte. Mal der Ängstliche, mal der Mutige! Mal so, mal so!
Seine Persönlichkeit kann man noch nicht an der Grenze abgeben. Aber ich habe jetzt halt mal Zeit, mir ernsthaft über Korrekturen, bessere Fragen und bessere Ziele Gedanken zu machen. Innen korrigieren, von außen inspiriert werden – das ist fürs Nächste der Kurs!
Ob das, was ich euch anschließend zeige, eine Inspiration ist, müsst ihr selbst entscheiden. Jedenfalls wäre es im institutionellen Rahmen bei uns so nicht denkbar. Auf den ersten Blick schaut es von außen wie eine halb verfallene Kirche aus. Eduardo, mein Cicerone (ein Freiwilliger, der Touristen die Stadt zeigt), meint, das Gebäude sei nicht als Kirche geplant gewesen. Man wisse es aber heute nicht genau, auch deshalb weil sich der Baumeister kurz vor Vollendung in die Tiefe gestürzt hat. Jedenfalls ist es jetzt ein Gebäude, das von der Fakultät für Ingenieurswesen genutzt wird und eine kleine „liebe“ Ausstellung zu technischen Errungenschaften der Welt beheimatet...
Im Anschluss geht es nochmal nach Puerto Madero, in die ganz andere Welt der Reichen und des Globalen. Ich wollt mir einfach die fettesten Apartmenthäuser genauer angucken. Auf dem Weg treffe ich Ausleger-Kanuten, die irgendeine Meisterschaft austragen. Dabei sieht man eine attraktive Frau, die heftig tätowiert ist. Ganz oft, ganz krass sieht man Tattoos bis zum Hals hinauf, was eine sehr beliebte Maßnahme der Abgrenzung und Persönlichkeitsdefinition von jungen Frauen bis in die Mittelschicht hinein zu sein scheint.
Am Ende meiner Tour komme ich bei der Mercedes Niederlassung vorbei und treffe doch glatt einen guten alten Bekannten wieder, Juan Manuel Fangio...
