Gibt nicht so viel zu sagen heute. Bin viel spaziert und deshalb gibt es mehr zu sehen. Wir beginnen mit einem reinen Häuserblog. Zunächst ein Blick auf und in die Nationalbibliothek, mit herrlicher Brutaloarchitektur aus den 60ern.
Gefolgt von Häuserstapel, im Wechsel mit mondänen Straßenzügen des Wohngebiets Recoleta. Die Bevölkerungsdichte liegt bei 34.959 Einwohnern pro km².
Der Friedhof in Recoleta ist eine nationale Institution. Hier ruht die ganz große Prominenz. Jede Familie besitzt ein eigenes kleines Haus, in dem die Särge nicht vergraben sondern frei aufgebahrt sind. Einer scheint entkommen zu sein (zweitletztes Bild), begegnet bin ich ihm nicht ...
Wer in Nostalgie schwelgen mag, dem empfehle ich einen Blick in die Galerie. Ich spaziere durch das Zentrum der Stadt, das durch fein herausgeputzte historische Passagen, Kaffeehäuser, Kirchen, aber durch liebevoll gepflegte Oldtimer, das Herz des altmodischen Flaneurs erwärmt. Kriegsveteranen auf dem Plaza de Mayo befinden sich in ihrem letzten Gefecht. In einem Argentinien-Blog ließt man dazu: „ ... sie fordern die Bestrafung ehemaliger Vorgesetzter, die sie während des Falklandkrieges 1982 misshandelt und gefoltert hatten. Die Bilanz dieses unsinnigen Abenteuers der argentinischen Diktatur waren 900 Tote, unter ihnen rund 650 argentinische Soldaten. Augenzeugen zufolge starben viele argentinische Militärs an den Folgen von Hunger und Kälte sowie den brutalen Misshandlungen und Menschenrechtsverletzungen, die ihnen von ihren Vorgesetzen zugefügt wurden.“
Zwischendurch streifen wir die Ultramoderne und sehen auf die gläsernen Türme des angrenzenden Bankenviertels.
